März, im Jahr 1969 gegründet, war »der kulturrevolutionäre Verlag« (Karl Heinz Bohrer in der FAZ), weswegen das Deutsche Literaturarchiv Marbach 1987, nach der Schließung des Verlags, das Archiv übernahm. Bücher wie die Anthologie ›Acid – neue amerikanische Szene‹, Ken Kesey: ›Einer flog über das Kuckucksnest‹, Valerie Solanas: ›Manifest zur Vernichtung der Männer‹, Edgar Snow: ›Roter Stern über China‹ oder Bernward Vesper: ›Die Reise‹ markieren den Weg des Verlages. Seit 1990 realisieren die März-Verleger Barbara Kalender und Jörg Schröder ein neues literarisches Konzept, die Tresorpublikation ›Schröder erzählt‹ im Desktop-Verfahren. Die beiden Autoren lesen aus ›Schröder erzählt‹. Ihre Erzählungen handeln von realen Figuren, Autobiographisches wird mit öffentlichen Ereignissen verknüpft. Barbara Kalender und Jörg Schröder erklären, wie ihre Erzählungen über den Kulturbetrieb und die Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik entstehen, wie sie die Folgen von ›Schröder erzählt‹ in ihrer Desktop-Werkstatt drucken, binden und schließlich an die Subskribenten versenden – und zwar verschnürt mit einem Buchhändlerknoten, der im Museum der Dinge vorgeführt wird. --- Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Oranienstraße 25, 10999 Berlin --- Einlass ab 19:30 Uhr --- Eintritt: 5,- / erm. 2,50 Euro
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